Józef Poniatowski
Józef Antoni Poniatowski (1763–1813), Polen: Polnischer General und Marschall Frankreichs. Kämpfte in den Napoleonischen Kriegen für die Wiederherstellung Polens und fiel 1813 in der Schlacht bei Leipzig.
Stanisław August Poniatowski
Stanisław August Poniatowski (1732–1798), Polen: Letzter König Polens. Initiator der Verfassung vom 3. Mai 1791 und Vertreter aufgeklärter Reformpolitik in einer Zeit der Teilungen.
Tadeusz Kościuszko
Tadeusz Kościuszko (1746–1817), Polen: General und Freiheitskämpfer im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und im polnischen Aufstand von 1794. Symbol für nationale Selbstbestimmung und militärisches Können.
Friedrich II. von Preußen
Friedrich II. (1712–1786), Preußen: König und Militärstratege, der Preußen zur europäischen Großmacht machte. Eroberte Schlesien, förderte Aufklärung und Kultur und verband Realpolitik mit intellektuellem Anspruch.
Karl August von Hardenberg
Karl August von Hardenberg (1750–1822), Preußen: Staatskanzler und Mitgestalter der preußischen Reformen. Modernisierte Verwaltung, Wirtschaft und Rechtsordnung und verhandelte 1815 ein gestärktes Preußen auf dem Wiener Kongress.
Baron vom Stein
Freiherr vom Stein (1757–1831), Preußen: Leitfigur der preußischen Reformen nach 1806. Abschaffung der Leibeigenschaft, kommunale Selbstverwaltung und Modernisierung des Staates machten Preußen widerstandsfähiger und erneuerungsfähig.
Katharina II.
Katharina II. (1729–1796), Russisches Kaiserreich: Als deutsche Prinzessin nach Russland gekommen, wurde sie zur prägenden Zarin des 18. Jahrhunderts. Sie modernisierte Verwaltung und Bildung, erweiterte das Reich durch Kriege und die Teilungen Polens und verband Aufklärung mit harter Machtpolitik.
Paul I of Russia
Paul I. (1754–1801), Russisches Kaiserreich: Kurz regierender Zar, der die Thronfolge reformierte und Ordnung schaffen wollte. Sein sprunghafter Führungsstil schuf viele Feinde. 1801 wurde er in Sankt Petersburg ermordet.
Alexander I. von Russland
Alexander I. (1777–1825), Russisches Kaiserreich: Zar zwischen Reform und Restauration. Besiegte Napoleon und zog 1814 in Paris ein, sicherte mit der Heiligen Allianz Europas Ordnung – und bremste liberale Bewegungen im eigenen Reich. (geb. Sankt Petersburg, gest. Taganrog)
Maria Theresia
Maria Theresia (1717–1780), Habsburgermonarchie: Vierzig Jahre Herrscherin eines komplexen Reiches. Reformierte Verwaltung, Militär und Bildungswesen und stabilisierte den Staat nach schweren Kriegen. Persönlich konservativ, politisch pragmatisch – ihre Stärke lag in Ausdauer und Ordnung. (geb./gest. Wien)
Joseph II
Joseph II. (1741–1790), Heiliges Römisches Reich: Kaiser und Vertreter des aufgeklärten Absolutismus. Reformierte Verwaltung, förderte Religionsfreiheit und hob die Leibeigenschaft auf, stieß jedoch mit seinem schnellen Reformkurs auf starken Widerstand.
Klemens von Metternich
Klemens von Metternich (1773–1859), Österreich: Staatskanzler und führende Figur der europäischen Restauration. Prägte den Wiener Kongress 1814/15 und setzte auf Stabilität, Monarchie und die Eindämmung revolutionärer Bewegungen.
Johann Nepomuk Nestroy
Johann Nepomuk Nestroy (1801–1862), Österreich: Dramatiker, Schauspieler und Satiriker; prägte das Wiener Volkstheater mit scharfer Gesellschaftskritik und Sprachwitz. Wegbereiter moderner satirischer Bühnenkunst. (geb. Wien, gest. Graz)
Franz Grillparzer
Franz Grillparzer (1791–1872), Österreich: Dramatiker, Dichter und k.k. Beamter; verband Klassik und Romantik mit psychologischer Tiefe und moralischer Ambivalenz. Gilt als österreichischer Nationaldichter. (geb./gest. Wien)
Gavrila Derzhavin
Gawrila Romanowitsch Derschawin (1743–1816), Russisches Kaiserreich: Dichter und Staatsmann; verband höfische Loyalität mit poetischer Eigenständigkeit. Seine Ode Feliza machte ihn berühmt und beeinflusste Puschkin. (geb. Suqır, gest. Nowgoroder Provinz)
Nikolai Michailowitsch Karamsin
Nikolai Michailowitsch Karamsin (1766–1826), Russisches Kaiserreich: Historiker und Schriftsteller. Prägte die moderne russische Literatursprache und schuf mit seiner Geschichte des russischen Staates ein nationales Geschichtsbewusstsein; später Verteidiger der Autokratie.
Alexander Nikolayevich Radishchev
Alexander Radischtschew (1749–1802), Russisches Kaiserreich: Schriftsteller und früher Kritiker von Leibeigenschaft und Autokratie. Seine Reise von St. Petersburg nach Moskau brachte ihm Verbannung nach Sibirien ein; 1802 nahm er sich das Leben. (geb. Moskau, gest. Sankt Petersburg)
Friedrich Schiller
Johann Christoph Friedrich von Schiller (1759–1805), Württemberg: Dramatiker, Dichter und Mitbegründer der Weimarer Klassik. Mit Die Räuber rebellierte er gegen Tyrannei und musste fliehen. Seine Dramen und Schriften prägten das europäische Geistesleben – an Goethes Seite.
Johann Wolfgang von Goethe
Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), Heiliges Römisches Reich: Dichter und Staatsmann. Mit Werther und Faust prägte er Sturm und Drang und Weimarer Klassik. Er schrieb Europas Zerrissenheit ins Bewusstsein – und wurde selbst zum Klassiker. (gest. Weimar)
Johann Gottfried Herder
Johann Gottfried Herder (1744–1803), Preußen: Philosoph zwischen Aufklärung und Romantik. Er betonte Sprache, Geschichte und Eigenart der Völker statt abstrakter Universalität. Eine Idee zugleich befreiend – und folgenreich. (geb. Mohrungen, gest. Weimar)