Gavrila Derzhavin
Gawrila Romanowitsch Derschawin (1743–1816), Russisches Kaiserreich:
Dichter und Staatsmann – wobei beides, in seiner Karriere, erstaunlich gut zusammenpasste, solange man bereit war, die Zarin zu loben und die Wahrheit in Metaphern zu verpacken, die höfisch genug klangen, um gefährlich zu sein, ohne es zugeben zu müssen.
Seine Ode an Feliza – ein Schmeichelgedicht auf Katharina die Große, das gleichzeitig ihre Höflinge verspottete – war das Kunststück eines Mannes, der genau wusste, wie weit man gehen durfte, und diese Grenze mit der Eleganz eines Seiltänzers auslotete, der vorgibt, spazieren zu gehen. Dass Puschkin ihn als Vorläufer anerkannte, war kein kleines Lob; Derschawin hatte der russischen Poesie beigebracht, dass Gefühl keine Schwäche ist, sondern eine Methode – und dass ein Ich im Gedicht überzeugender wirkt als jede kaiserliche Proklamation.
Als Justizminister war er weniger erfolgreich; die Bürokratie, scheint es, verzeiht Originalität noch weniger als die Literaturkritik. Er starb auf seinem Landgut Swanka, was nach einem guten Ende klingt – und für einen russischen Dichter seiner Zeit tatsächlich eines war. (geb. Suqır, gest. Nowgoroder Provinz)
Gavrila Romanovich Derzhavin (1743–1816) was a prominent Russian poet and statesman of the late 18th and early 19th centuries. He bridged classical and emerging Romantic literary traditions, bringing emotional candor and personal themes to Russian poetry and influencing generations from Pushkin onward.
Key facts
Born: July 14 (3 Jul, O.S.) 1743, Suqır, Kazan Governorate
Died: July 20 (8 Jul, O.S.) 1816, Zvanka Manor, Novgorod Province
Occupation: Poet, statesman, Minister of Justice (Russian Empire)
Major honors: Orders of St. Anna, St. Vladimir, and Alexander Nevsky
Notable works: Ode to Felitsa, The Waterfall, Monument
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Gavrila_Derzhavin